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Hier gibt es Berichte aus einzelnen EU-Staaten zum Thema Christenverfolgung.
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Belgien: Staat sieht Evangelikale als "Sekten" an
Katholisches Institut fordert Anerkennung von Baptisten und Pfingstlern
In Belgien werden evangelikale Gemeinden vom Staat als "Sekten" angesehen. Dagegen hat
sich das römisch-katholische Internationale Institut Canon Triest (Gent) gewandt. Wie die
ökumenische Nachrichtenagentur ENI berichtet, fordert der Koordinator des Instituts, Prof.
Patrick de Pooter, den belgischen Staat auf, von einer derartigen Bezeichnung für
Minderheitsgemeinden wie Baptisten und Pfingstler abzusehen und nur noch "sektiererische
Exzesse" anzuprangern. In Belgien sind nur die römisch-katholische, die evangelische, die
anglikanische und die orthodoxe Kirche sowie die jüdische Gemeinschaft, der Islam und die
Humanistische Union staatlich anerkannt. "Sekten" haben keinen Rechtsstatus und erhalten
keine staatliche Unterstützung. Laut ENI fordern einige Rechtsexperten, die Kontrolle von Sekten
zu verstärken, beispielsweise mit Telefonüberwachung. Im März hatte die Polizei eine
Razzia in einem Gottesdienst einer afrikanischen Pfingstgemeinde in Brüssel durchgeführt.
Der Vorsitzende der Flämischen Evangelischen Allianz, Kris Vleugels, warnt davor, Evangelikale
als potentielle Gefährdung für die innere Sicherheit anzusehen. "Das wäre ein
Verstoß gegen die Religionsfreiheit", sagte er der Zeitung Nederlands Dagblad. Laut ENI
sieht die Regierung die Bezeichnung "Sekte" als neutral an. Ein parlamentarischer Bericht
habe 1997 zwischen Sekten und "schädigenden sektiererischen Organisationen" unterschieden.
Dazu zählte der Bericht die Zeugen Jehovas, die Mormonen und Scientology. Etwa 75 Prozent der
10,3 Millionen Belgier sind Katholiken, 3,4 Prozent Moslems und 0,8 Prozent Protestanten. Die übrigen
sind konfessionslos oder gehören anderen Religionen an.
Quelle: idea Agentur vom 01.07.2006
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Kriminalisierung christlicher Kritik an Abtreibungsärzten
Der Fall Klaus Günter Annen
[...] Seit einigen Jahren müssen Abtreibungsgegner sogar mit zivil- und strafrechtlicher Verfolgung
rechnen, wenn sie Abtreibungsärzten vorwerfen, "rechtswidrige" Abtreibungen vorzunehmen.
Und dies, obwohl das Bundesverfassungsgericht in seinem letzten Grundsatzurteil zur Abtreibungsgesetzgebung
selbst erklärt hat, daß Abtreibungen, die nur auf die (damalige) soziale Indikation gestützt
sind oder ohne Indikation vorgenommen werden, rechtswidrig sind und daß der Gesetzgeber dies deutlich
zum Ausdruck bringen müsse (BVerfGE 88, 203 ff., Leitsatz 4). So wurde der Lebensrechtler Klaus
Günter Annen vom Oberlandesgericht Stuttgart im Mai 2002 unter Androhung eines Ordnungsgeldes von
250.000 EUR zur Unterlassung einer entsprechenden Flugblattäußerung verurteilt (OLG Stuttgart,
OLG-Report 2003, 104). Die hiergegen gerichtete Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision wurde vom
Bundesgerichtshof zurückgewiesen. Die Äußerung sei zu Recht verboten worden, da sie eine
"unzulässige Prangerwirkung" gegen den Frauenarzt entfalte (BGH NJW 2003, 2011 f.).
Quelle: Thomas Zimmermanns, "Christen unter Druck - Kommt eine Christenverfolgung in Europa?",
Lichtzeichen Verlag, 2. Auflage 2006
wuestenstrom: Mobbing und Strafanzeigen durch Gleichstellungs-Aktivisten
Schweizer Schwesterorganisation wuestenstromCH beschreibt in einem Thesenheft, was wuestenstrom und
anderen in Deutschland passiert ist, die die Möglichkeit einer Veränderung von Homosexualität
bezeugen und die davor warnen, gleichgeschlechtlichen Paaren die Gleichstellung mit der Ehe und das
Recht auf Adoption zu ermöglichen
Aus dem Thesenheft "Schwulen-Ehe!? Nein zum Ja-Wort" von wuestenstromCH, 26.03.2005:
Wußten Sie, daß [...] einem Antidiskriminierungsgesetz der Weg
geebnet wird, mit dem dann verboten wird, homosexuellen Lebensstil zu kritisieren? Wußten Sie,
daß die Schwulenbewegung andere massiv diskriminiert und unterdrückt? Wußten Sie,
daß uns schon mehrfach gesagt wurde: "Daß du dein Zeugnis der Veränderung
erzählst, ist schon Diskriminierung!" Mobbing durch die Schwulenbewegung!
Wer eine andere Meinung als die der Schwulenbewegung vertritt, wird als ewiggestrig, engstirnig,
diskriminierend, fundamentalistisch, faschistisch... beschimpft.
Das Gästebuch auf der Homepage von wuestenstrom.de mußte geschlossen werden, nachdem in
verschiedenen Schwulen-Foren dazu aufgerufen worden ist, dieses "zuzumüllen" - diese
Texte sind Diskriminierung pur.
Der Gründer und Leiter von wuestenstrom Deutschland wurde wegen Diskriminierung 57 mal angezeigt.
Allein deswegen, weil er öffentlich für die Möglichkeit der Veränderung eintritt.
Schwule Journalisten verbreiten trotz Vorliegen von Konzepten und Selbstverpflichtung usw. falsche
Informationen über wuestenstrom1. Die Liste "von
Kritik und Angriffen, Verleumdungen und Hetze,
Strafanzeigen und Mobbing" ist lang. [...] .
Das "Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft" (DIJG)2
berichtet:
"Existenzbedrohung: Ein Angestellter des Psychologischen Instituts der Universität Düsseldorf
hat einen Brief an verschiedene ärztliche Berufsverbände verfaßt mit dem Ziel, ein
Berufsverbot gegen eine unserer Mitarbeiterinnen zu erwirken". Dazu mißbrauchte er das offizielle
Briefpapier der Uni. Alles inszeniert, aber "es zeigt das skrupellose Vorgehen der Schwulen-Lobby".
Diese Mitarbeiterin hat sich gegen die Adoption für gleichgeschlechtliche Paare eingesetzt. Sehr
ausführlich beschreiben sie im Bulletin Nr. 8, daß diese Strategie Methode hat. [...]
Quelle: wuestenstromCH, Thesenheft "Schwulen-Ehe!? Nein zum Ja-Wort", 26.03.2005
Anmerkungen:
1) www.wuestenstrom.de,
Link: politisches
Engagement, Link: Download aktueller Publikationen,
Artikel Stuttgarter Zeitung (Januar 2003) und Stellungnahme wuestenstrom
2) Das Deutsche Institut für
Jugend und Gesellschaft (DIJG) ist eine Einrichtung der
Offensive Junger Christen (OJC).
Weitere Informationen zum Thema in den
OJC-Publikationen Salzkorn, Heft 6/2004, und DIJG-Bulletin Nr. 8 (2/2004)
Anmerkung: Vergleichbares zum vom DIJG berichteten Vorkommnis ist dem hier auf PERSECUTIO.DE einst
namentlich genannten Autor der weiter untenstehenden Artikel über die Vorkommnisse in der Niederlande
und Schweden passiert:
Zwei seiner Bewerbungen auf Hochschul-Lehrstühle in Deutschland sind jeweils beim Interview in der
Berufungskommission nur aus dem Grund gescheitert, weil Mitglieder der Kommission beim Surfen im
Internet auf exakt diese Seite von WWW.PERSECUTIO.DE mit den von ihm verfaßten und hier zitierten
Artikeln gestoßen sind und ihm "Homophobie" vorgeworfen haben.
Off Topic: Die folgenden Anmerkungen sollen, auch wenn sie das Thema Verfolgung nicht direkt tangieren,
trotzdem gemacht werden, weil der Diskurs zum Thema Gleichstellung allzusehr von affektuös
ideologisch-fanatischen Sichtweisen beeinflußt wird, die mit der Realität rein gar nichts
zu tun haben, z.B. wenn sachliche und biblisch begründete Kritik am homosexuellen Lebensstil und
seiner Implementierung als ethische Norm als "Rassismus" und
"Ursprung der nationalsozialistischen Massenmorde an Homosexuellen" verfemt wird.
Um es ganz klar zu betonen: Ein Bekenntnis zum Jesus Christus der Bibel einerseits und zur
nationalsozialistischen Weltanschauung mit ihrer Feindschaft zum Volk der Juden, ihrer Rechtfertigung der
Tötung bestimmter Menschen aufgrund ihrer Rasse, ihrer Überzeugungen oder ihres Lebensstils
andererseits schließen sich gegenseitig aus. Ein bekennender Christ, der seine Bibel kennt, kann
niemals zugleich zusätzlich Nationalsozialist und Rassist sein, sondern muß aufgrund seines
Bekenntnisses zu Jesus und der biblischen Lehre entschiedener Gegner von Nationalsozialismus und
Rassismus sein (vgl. z.B. Kolosser 3,11; 2.Mose 22,20; 5.Mose 10,19).
Ebenso bekennt ein bekennender Christ, daß die Ehe zwischen Mann und Frau die einzige vom Gott der Bibel
legitimierte Paarbeziehung mit sexuellem Charakter ist; diese Lehre durchzieht die Bibel von vorne bis hinten
und ist integraler und unaufgebbarer Bestandteil des Bekenntnisses zum Jesus Christus der Bibel als dem Herrn
der Herrn und König der Könige (vgl. z.B. Römer 1,18-32).
Die affektuöse Sichtweise, die hieraus begründete Kritik am
Verlauf des aktuellen Diskurses in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken, ist ein trauriges
Beispiel dafür, wie der berechtigte Kampf gegen den Nationalsozialismus dazu mißbracht wird,
Europa eine antichristliche Ideologie des Gleichmacherei-Extremismus aufzuoktroyieren, die schweren
Schaden über hunderte Millionen von Menschen in Europa und die nächsten Generationen bringen wird.
Abschließend empfehle ich die folgenden vier hervorragenden Artikel zur Lektüre:
Homosexualität verstehen,
Dossier von Russell Hilliard und Walter Gasser, Januar 1998, zur Verfügung gestellt auf NIKODEMUS.NET
Wann ist Mann
normal?, wert:voll-Report vom 11.09.2002
Nicht Familie nennen, was nicht Familie ist,
Artikel von Christel Ruth Vonholdt, OJC, 10.07.2004
Auflösung der Familie - die wahre
Agenda hinter der Gleichstellungs-Bewegung, wuestenstrom, 2002
Möglicherweise wird dieser Off-Topic-Abschnitt in Zukunft auf eine andere Website verlagert.
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Frankreich verabschiedet umstrittenes Anti-Sekten-Gesetz ("About-Picard-Gesetz")
Von George Thomas
CBN News Reporter
1. März 2002
Eine der ältesten Demokratien Europas wird beschuldigt, religiöse
Freiheiten zu verletzen. Frankreich machte letzten Sommer Schlagzeilen, als
es kühne Schritte unternahm, die Aktivitäten bestimmter religiöser
und geistlicher Gruppen zu kontrollieren.
Durch die Verabschiedung eines umstrittenen "Anti-Sekten-Gesetzes" wurde in
Frankreich etwas unternommen, von dem manche befürchten, dass es sich zu
einem Trend entwickeln könnte, religiöse Bewegungen einzuschränken
und zu überwachen. Verschiedene andere europäische Regierungen könnten
dem Beispiel folgen.
Ein Sonntagmorgen-Gottesdienst in Mülhausen, Frankreich, wo sich in der
östlichen Ecke des Landes Tausende versammeln, um anzubeten, zu beten und
Gottes Wort zu hören - das ist eine vertraute Szene, wie sie sich wöchentlich in
diesem Land und überall auf der Welt wiederholt. Aber hier stehen evangelikale
Gemeinden nun unter Verdacht, obwohl doch die Verfassung erklärt: "Frankreich
solle alle Glaubensrichtungen respektieren."
Solche Szenen, die völlige Hingabe an Gott widerspiegeln, werden zunehmend als
fanatisch und irrational abgestempelt. Manche nennen diese Gemeinde, die
größte charismatische Gemeinde im Land, sogar eine "Sekte".
Und das macht Pastor Samuel Peterschmitts Aufgabe, das Evangelium zu den
Enden der Erde zu bringen, zu einer zunehmenden Herausforderung. "Jetzt ist
es in Frankreich sehr schwierig geworden, das Evangelium zu verkündigen.", sagt
Peterschmitt, Pastor der "Gemeinde des vollen Evangeliums". Und er muss es
wissen. Französische Sicherheitsbeamte beobachten seine Gottesdienste. Sie mischen
sich unter die Menge. Laut Peterschmitt hören sie zu, schreiben mit und
machen sich Notizen. "Sie wollen wissen, was wir tun", sagt er.
Und der Gemeinde in Mülhausen geht es nicht alleine so. Die französische
Sicherheitspolizei hat ihre genaue Prüfung von Minderheiten-Gruppen in ganz
Frankreich verstärkt, wobei sie vergleichbare Methoden anwendet wie das amerikanische
FBI. Baptisten, Evangelikale und Protestanten, ebenso wie Mormonen, Jehovas
Zeugen und die Scientologen berichten über eine zunehmende Intoleranz und
Diskriminierung.
Um ihr scharfes Vorgehen zu legitimieren, hat die Regierung in Paris ihre
Richter mit einer neuen und wirkungsvollen Waffe ausgerüstet. Vor acht
Monaten stimmte die französische Nationalversammlung einem Anti-Sekten-Gesetz zu, um den
wachsenden Einfluss religiöser Gruppen zu bekämpfen. Catherine Picard,
Mitglied der Versammlung, hat beim Entwurf dieses Gesetzes geholfen.
Picard ist stolz darauf, sagen zu können, dass es Ziel sei, Gruppen, die
einen "sekten-ähnlichen Charakter" haben, daran zu hindern, "psychologischen
und physischen Druck" auszuüben, um Nachfolger zu gewinnen und zu behalten.
"Mit diesem neuen Gesetz ist es zu keiner Zeit irgend jemandem möglich,
einen anderen zu manipulieren, um ihn zu zwingen, sich einer bestimmten
Gruppe anzuschließen", sagt Picard.
Absatz 1 des Anti-Sekten-Gesetzes macht "mentale Manipulation" zu einem
Verbrechen. Jeder, der für schuldig befunden wird, "einen Zustand
psychologischer oder physischer Unterordnung herbeigeführt zu haben, der aus ernsthaften
wiederholten Druckmaßnahmen oder Techniken, die das Urteilsvermögen
verändern, resultiert", muss mit einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren
rechnen. Gerichte können religiöse Gruppen auflösen und hohe Geldstrafen
verhängen. "Ziel ist es, illegale religiöse
Praktiken zu bestrafen, die die Würde der Einzelnen verletzen.", sagt
Picard.
Joel Thornton vom "European Center for Law and Justice" sagt: "Meiner
Meinung nach ist es das Ziel dieses Gesetzes, die Französische Revolution zu
vollenden - die Ausrottung der Religion aus dem öffentlichen Leben Frankreichs und die
Öffnung der Tür für eine ausschließlich säkulare Gesellschaft."
Mit Sitz in Straßburg, Frankreich, ist das ECLJ der internationale Zweig des
"amerikanischen Zentrums für Recht und Justiz" in Virginia. Thornton
befürchtet, dass das Anti-Sekten-Gesetz sogar Evangelisation kriminalisieren könnte,
indem diese als eine Ausübung von "ernsthaftem und wiederholtem Druck"
betrachtet wird. "Dieses Gesetz bringt eine Person, die eine ernsthafte religiöse
Glaubensüberzeugung hat, dass sie dafür eintreten muss, dass Menschen sich
zu ihrem Glauben bekehren - es bringt sie in Widerspruch mit der Regierung, von dem Moment
an, wo sie beginnt zu evangelisieren, sei es öffentlich oder privat.", sagt
Thornton.
Ironischerweise sprach in einer Nation, die als Motto: "Freiheit, Gleichheit
und Brüderlichkeit" anpreist, Picard folgende Warnung an Evangelisten aus:
"Bekehrungen werden von der französischen Regierung nicht erlaubt. Wenn
religiöse Gruppen davon sprechen, dass sie ein Recht dazu hätten, Menschen zu
"bekehren", kann die örtliche Verwaltung solche Aktivitäten eventuell
dulden, aber in der Regel sind derartige Praktiken illegal."
Einige argumentieren, dass die französische "Anti-Sekten-Bewegung" aufgrund
des Massenselbstmords von Mitgliedern einer heimlich wirkenden kultischen Gruppe 1995
stärker geworden sei. Zwei Jahre später präsentierte eine Kommission, die
gebildet worden war, um die "Sekten-Landschaft" in Frankreich zu untersuchen,
dem französischen Parlament eine Liste mit 172 Gruppen, die für gefährlich
erachtet wurden. Zu diesen wurden auch bestimmte katholische Gruppen, Charismatiker und
Evangelikale gerechnet.
"Von diesem Tag an waren wir als Sekte gebrandmarkt, eine "kultische Gruppe"
in Frankreich", sagt Pastor Vincent Esterman. Pastor Estermans evangelikale
Gemeinde in Paris war auf der "schwarzen Liste". "Nachdem diese Liste
veröffentlicht worden war, gab es nie eine Gelegenheit, uns selbst zu verteidigen,
da gab es keine Möglichkeit, sich zu beschweren.", sagt Esterman. Nach einem
sechsjährigen Streiten um Legalität war Esterman gezwungen, den Namen
seiner Gemeinde von "La Vie Chrétienne" ("Das Christliche Leben") in
"Union d'Assemblées Protestantes en Mission" / UAPM ("Vereinigung Protestantischer
Versammlungen in Mission") zu ändern. Seitdem haben andere Gemeinden sogar überlegt, das Wort
"evangelikal" aus ihren Namen zu streichen aus Furcht vor negativen Berichten
in den Medien.
"Es gibt keinen Zweifel daran, dass Frankreich in den letzten zehn Jahren
dem Evangelium gegenüber zunehmend feindlich geworden ist und dass wir uns
an eine veränderte Gesellschaft gewöhnen müssen, eine Gesellschaft, die wenig
Respekt vor der Bibel und christlichen Moralvorstellungen hat", sagt
Esterman.
Andere Teile dieses neuen Gesetzes beinhalten ein Verbot, "Werbung" zu
machen oder religiöse Zentren in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern oder
Altersheimen zu eröffnen. Gemeinden, die traditionell den Randgruppen der Gesellschaft
gedient haben, laufen nun Gefahr, in die kriminelle Ecke abgeschoben zu werden. Sich auf die
Jugend als Zielgruppe zu konzentrieren, ist ebenfalls illegal. Easterman
fährt fort: "Wenn wir Kindergottesdienst halten wollen, Sonntagsschule,
dann kann uns das als "Beeinflussung Minderjähriger" ausgelegt werden.
Wenn wir den alten Menschen dienen, machen wir "Jagd auf Schutzbedürftige".
Wenn wir eine Gebets- und Fastenzeit halten wollen, wird es als eine "Beraubung"
von Essen und Schlaf angesehen."
Internationale Menschenrechtsgruppen haben das Gesetz inzwischen als undemokratisch und
religionsfeindlich verurteilt. Und - das Problem könnte sich ausweiten.
"Wenn in Frankreich nichts dagegen unternommen wird, glaube ich, dass wir
sehen werden, wie sich dieses Gesetz in Europa ausbreitet und wir werden ein Europa
haben, das vereint ist in seiner Religionsfeindlichkeit.", sagt Easterman.
Ein Dutzend europäischer Länder suchen momentan nach Methoden, wie sie
Glaubensgruppen Grenzen setzen können. Und es sind nicht nur die Europäer. Die
kommunistische Führung in China ist ebenfalls daran, vergleichbare Gesetze zu verfassen,
die auf dem "französischen Modell" basieren, religiöse Aktivitäten
im Land zu überwachen. Picard hat sich bereits mit den chinesischen Leitern für
religiöse Angelegenheiten getroffen.
[...]
"Europa ist sehr besorgt darum, seine Demokratien zu schützen. Wir sind uns
dessen bewusst, dass es bei all diesen bekannten religiösen Bewegungen [...] im
Hintergrund verborgene Pläne gibt, die sich gegen die Demokratien richten",
sagt Picard.
Zurück in Mülhausen, bereitet sich Pastor Peterschmitt gerade auf eine
Gerichtsverhandlung vor. Ein ehemaliges Gemeindemitglied hat, mit dem neuen Gesetz
"bewaffnet", Anklage gegen die Gemeinde erhoben. Wenn er schuldig gesprochen
wird, könnte Peterschmitt verhaftet und seine Gemeinde geschlossen werden.
Peterschmitt hat keine Angst davor, ins Gefängnis zu gehen. "Ich kann nicht
sagen, dass ich darüber glücklich wäre. Aber wenn ich gehen müsste,
würde ich das Evangelium predigen und weil die Gemeinde den Willen Gottes tun
möchte, wird es für sie in Seinem Sinne - eine Freude sein", sagt er.
Es ist noch zu früh vorauszusagen, ob die Durchführung dieses Anti-Sekten-Gesetzes,
das von der französischen Nationalversammlung verabschiedet wurde, die Norm oder
die Ausnahme werden wird. In der Zwischenzeit machen sich die Christen in Frankreich und
in Europa darauf gefasst, dass da eine zunehmende Welle von religiöser
Intoleranz auf sie zukommen könnte.
In diesem Monat beteiligen sich hunderte von französischen christlichen
Gemeinden und Gebetsgruppen an einem 40-tägigen Beten und Fasten für Frankreich. Die
Gebetsinititative mit dem Titel: "Verändere unsere Nation" zielt darauf ab,
positive Veränderungen in der Gemeinde und eine Reformation der französischen
Gesellschaft zu bewirken.
Quelle: Englischer Text: "France Passes Controversial Anti-Cult Law" (CBN), abgeleitet aus dem
französischen Originalinterview: "France: La foi sous surveillance - Interview du pasteur de Mulhouse, Samuel Peterschmitt"
(zur Verfügung gestellt von VoxDei auf SAMIZDAT, einem kanadischen frankophonen evangelikalen Webservice
für die frankophonen Evangelikalen weltweit),
Übersetzung ins Deutsche: Gabriele Brauer (Der Wächterruf),
Korrektur: Torsten Narjes, Hamburg
Anmerkung: Da das Gemeinde- und Missionswerk ARCHE in Hamburg-Stellingen enge Verbindungen zur
Gemeinde von Samuel Peterschmitt in Mülhausen unterhält, hatte ich schon mehr als einmal Gelegenheit,
an Veranstaltungen der ARCHE mit Samuel Peterschmitt als Gastsprecher teilzunehmen.
Torsten Narjes, Hamburg
Anmerkung: Weitere Berichte zu den Geschehnissen in Frankreich in der zweiten Jahreshälfte 2001 hat
die Vineyard-Gemeinde
in Federal Way, Washington, USA, gesammelt.
Anmerkung: In Frankreich scheint auch nach mehreren Regierungswechseln das inzwischen als
"About-Picard-Gesetz" bekannter gewordene Anti-Sekten-Gesetz unverändert in Kraft zu sein.
Es ist benannt nach Nicolas About, Abgeordneter im französischen Senat für die UDF, und Cathérine Picard,
Abgeordnete in der französischen Nationalversammlung für die Sozialistische Partei (PS), und wurde
30. Mai 2001 von Nationalversammlung und Senat verabschiedet und am 12. Juni 2001 vom
französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac erlassen.
Die Organisation FECRIS, eine Dachorganisation der europäischen "Anti-Sekten-Bewegung", hat durch ihre
französische Mitgliedsorganisation UNADFI (deren Präsidentin Cathérine Picard seit 2004 ist)
maßgebliche Lobbyarbeit für das Zustandekommen dieses Gesetzes geleistet
und möchte seine Gültigkeit auf den Raum der gesamten EU ausgedehnt wissen.
Torsten Narjes, Hamburg
Frankreich: Kein Aus für Anti-Sekten-Organisation
Der "Aufklärungs-Dachverband" UNADFI bleibt bestehen, entschied am vergangenen Mittwoch
ein französisches Gericht. Mitglieder verschiedener Glaubensgemeinschaften hatten die Auflösung
dieser sogenannten Anti-Sekten-Organisation gefordert. Forderungen von Scientologen nach Schadenersatz
wurden nicht nur zurückgewiesen, sondern der UNADFI ihrerseits zuerkannt, weil die Kläger
mißbräuchlich ein Justizverfahren eingeleitet hätten. UNADFI ist ein Akronym für
"Union Nationale des Associations de Dèfense des Familles et de l'Individu" und stützt
seine Tätigkeit auf das auch international äußerst umstrittene "About-Picard-Gesetz"
aus dem Jahr 2001. Es ist die Grundlage auch für behördliche Spitzeltätigkeiten in verschiedenen
christlichen Gemeinden Frankreichs und eine Vorlage für die repressiven Religionsgesetze in China. Der
europäische Dachverband FECRIS setzt sich in derzeit 27 Ländern ein für die Überwachung
religiöser Minderheiten und "gegen jegliches sektiererische Verhalten einschließlich Familie,
Beruf etc".
Quelle: Livenet/Kipa/jesus.ch vom 20.12.2005
Anmerkung: Daß hier Scientology fast in einem Atemzug mit dem Schicksal bekennender Christen genannt
wird, hat nichts mit einer etwaigen inhaltlichen Nähe oder Vergleichbarkeit beider Gruppen zu tun, sondern
ist Folge der durch den "Guyard-Bericht" und das "About-Picard-Gesetz" herbeigeführten
Situation.
Torsten Narjes, Hamburg
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Antidiskriminierungsgesetze - eine Gefahr für die (Religions-)Freiheit
[...] In den Niederlanden gibt es schon seit vielen Jahren ein
Antidiskriminierungsgesetz, das 1992 auch auf Homosexuelle ausgedehnt
worden ist und als Höchststrafe im Vergehensfall Gefängnis bis zu einem
Jahr vorsieht. Dieses Gesetz ist keineswegs nur ein Papiertiger; dazu nur
folgendes Beispiel statt vieler: Im Jahre 1998 wurde der
Parlamentsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der reformierten
(calvinistisch-konservativen) Kleinpartei RPF, Leen van Dijke, der in einem
Presseinterview Homosexualität als Sünde bezeichnet hatte, zu einer Geldbuße
in Höhe von 300 Gulden zuzüglich 1000 Gulden Schmerzensgeld verurteilt. Das
Haager Gericht stellte fest, daß es zwar erlaubt sei zu glauben, daß die
Bibel Homosexualität zurückweist, jedoch nicht, solche Überzeugungen in
die Öffentlichkeit zu tragen. Erfreulicherweise wurde van Dijke im
Folgejahr von der Berufungsinstanz unter Hinweis auf die Meinungs- und
Religionsfreiheit freigesprochen, doch dürfte die von den klagenden
Aktivisten intendierte abschreckende Wirkung davon nicht unbedingt berührt
sein. Sie sind jedenfalls nicht davor zurückgescheut, sowohl den katholischen
Bischof von Groningen, Willem Eijk, als auch Papst Johannes Paul II. wegen
angeblicher Diskriminierung von Homosexuellen anzuzeigen. [...]
Quelle: Auszug aus einem Artikel von N.N.*), 2003
*) Der Autor möchte wegen der schweren beruflichen Benachteiligung in Deutschland, die er aufgrund
seiner Eigenschaft als Verfasser dieser Artikel und ihrer Präsentation auf WWW.PERSECUTIO.DE erlitten
hat, ungenannt bleiben.
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Ins Gefängnis, spricht man von Sünde?
Ein Gesetz zur Homosexualität schränkt die Meinungs- und Religionsfreiheit ein
Müssen Christen in Schweden künftig ins Gefängnis, wenn sie sich unter
Berufung auf biblische Aussagen öffentlich gegen praktizierte Homosexualität
aussprechen? Das befürchten Kritiker eines am 15. Mai mit großer Mehrheit
im schwedischen Parlament verabschiedeten Gesetzes. Danach kann die
Bedrohung und Mißachtung von Homosexuellen als Gruppe mit bis zu vier Jahren
Haft bestraft werden. Als Mißachtung gelten danach nicht nur Verleumdungen
und Schmähungen, sondern auch "kränkende Beurteilungen" einer "sexuellen
Veranlagung". Das Gesetz soll zum 1. Januar 2003 in Kraft treten. Da es
auch eine Verfassungsänderung voraussetzt, ist eine zweite Abstimmung nach
der Reichstagswahl im Herbst 2002 notwendig, bevor es Rechtskraft erlangt.
Nach Meinung der schwedischen Kritiker ist nicht klar, was vom Gesetz als
Mißachtung Homosexueller geahndet werden soll. "Darf der Prediger noch
sagen, daß Homosexualität Sünde im biblischen Sinne ist?", fragte der
Abgeordnete und Pastor Tuve Skaanberg. Die Professorin für Strafrecht an
der Universität Stockholm, Madeleine Lejonhufvud, ist der Ansicht, daß man
sich nicht schuldig mache, solange man entsprechende Bibeltexte als
historische Dokumente zitiere. Die Grenze zum Vergehen beginne dort, wo die
biblische Sichtweise für heute als gültig erklärt werde. In dieser Weise
äußerte sich auch Justizkanzler Gören Lambertz. Ein Problem entstehe nur,
wenn ein Prediger behaupte, die Gebote der Bibel wären für das heutige Leben
verbindlich.
Institut: Homosexuelle Neigung ist oft veränderbar
Bedenken gegen das Gesetz gibt es auch in Deutschland. Der Schutz homosexuell
empfindender Menschen sei zwar wichtig. "Doch dürfen auf der anderen Seite
weder Menschen, die Veränderung wünschen, diskriminiert werden noch
Eingriffe in die Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates vorgenommen
werden, wie sie in Schweden vorgesehen sind", erklärte das Deutsche
Institut für Jugend und Gesellschaft. Es ist ein Arbeitszweig der
ökumenischen Kommunität "Christen in der Offensive"
(Reichelsheim/Odenwald). Das Gesetz greife in die Meinungs-, Presse- und
Religionsfreiheit ein, so das Institut. Damit schränke der Staat die
Meinungs- und Wertevielfalt ein. Das Institut forscht seit Jahren auf dem
Gebiet der Homosexualität und bietet Betroffenen Hilfe an. Nach seinen
Erkenntnissen sind homosexuelle Neigungen in vielen Fällen veränderbar, wenn
es der Betroffene wünsche.
Wie im Römischen Reich
Kritik an dem Gesetz übte auch der Präsident des Theologischen Konvents
der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus
(Gomaringen bei Tübingen). Er sieht in diesem Vorgang ein Beispiel dafür,
daß bekennende Christen zunehmend als intolerant abgestempelt würden. Die
Situation sei ähnlich wie im Römischen Reich, als die Verehrung des Kaisers
als Beweis für die Staatstreue seiner Untertanen gegolten habe. Da die
Christen den Kaiserkult aus Glaubensgründen verweigerten, seien sie blutigen
Verfolgungen und dem Martyrium ausgesetzt gewesen, sagte Beyerhaus beim
"Gemeindetag unter dem Wort" in Stuttgart. Heute werde die Zustimmung zu
gleichgeschlechtlichen Lebensweisen als Prüfstein für gesellschaftliche
Toleranz angesehen.
Christen, widersteht!
Laut Beyerhaus dürfen Christen dennoch "niemals einer Moral zustimmen, die
andere geschlechtliche Verbindungen als zwischen Mann und Frau als gottgewollt
behaupten". In der Schwedischen Kirche ist Homosexualität weithin akzeptiert.
In einem im März an die schwedische Bischofskonferenz übergebenen Bericht der Kommission
"Homosexuelle in der Kirche" heißt es: "Im Komitee waren wir uns einig, daß
die Kirche keine Veranlassung hat, homosexuelle Orientierung zu
verurteilen oder mit Schuld zu belegen, und deshalb keine Arbeiten
unterstützen sollte, die versuchen, Homosexuelle zu "heilen"."
Quelle: idea Spektrum 23/2002 vom 05.06.2002
Anmerkung: Ich bitte insbesondere, die von mir fett hervorgehobenen Passagen zu beachten.
Mit ihnen ist die in der Einführung gegebene Definition des Begriffs
"Christenverfolgung" erfüllt. Jedoch zeigen z.B. die Diskussionen in den Foren von
jesus.de, daß etliche Christen - auch in den Freikirchen - bis heute noch nicht bemerkt oder
begriffen haben, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist.
Antidiskriminierungsgesetze - eine Gefahr für die (Religions-)Freiheit
[...] Relativ jungen Datums ist die Entwicklung in Schweden. Dort hat der
Stockholmer Reichstag am 15. Mai 2002 mit großer Mehrheit (196 zu 74
Stimmen) einer Erweiterung des gesetzlichen Volksverhetzungsverbots
zugestimmt, die sich auf den Ausdruck von Bedrohung oder Mißachtung
besonders von homosexueller Veranlagung bezieht und mit Änderungen der
schwedischen Pressefreiheitsverordnung, des Meinungsfreiheitsgesetzes sowie
des Strafgesetzes einher geht; dieses Gesetz hat im Herbst 2002 die letzten
Hürden passiert und ist nun in Kraft. Die schwedische Regierung will hier
eindeutig durch die Schaffung eines Straftatbestands "Homophobie", d. h.
öffentlich vorgetragene Ablehnung von Homosexualität, auf die eine
Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren (!) steht, eine positive Werthaltung
der Bevölkerung zur Homosexualität erzwingen. Sie ist sich dabei bewußt, daß
das Gesetz in Konflikt mit den Aussagen der Bibel wie auch anderer
religiöser Urkunden über Homosexualität steht. Zu diesem Punkt heißt es in
der Vorlage (6.4): "Das reine Zitieren und Diskutieren beispielsweise aus
religiösen Urkunden fällt nicht in den strafbaren Bereich. Es sollte dagegen
nicht zugelassen sein ..., solches Material zu verwenden, um Homosexuelle zu
bedrohen oder Mißachten auszudrücken". Abgeordnete der christdemokratischen
Opposition haben auf den offenkundigen Tatbestand hingewiesen, daß diese
Formulierung äußerst unscharf ist und dabei nicht nur generelle
Rechtsunsicherheit schafft, sondern auch einen Eingriff in die
Religionsfreiheit bedeutet. Es ist nicht mehr klar, ob etwa in der Predigt
in Übereinstimmung mit den einschlägigen biblischen Aussagen Homosexualität
als Sünde bezeichnet werden darf. Der schwedische Justizminister Göran
Lambertz hat im Vorfeld der Entscheidung davon gesprochen, daß
"Probleme" entstünden, sobald der Prediger behaupte, die biblischen Gebote seien für
heutiges Leben relevant ("Problemet uppstår om predikanten menar att vi bör
leva efter Bibelens bud").
[...]
Quelle: Auszug aus einem Artikel von N.N.*), 2003
*) Der Autor möchte wegen der schweren beruflichen Benachteiligung in Deutschland, die er aufgrund
seiner Eigenschaft als Verfasser dieser Artikel und ihrer Präsentation auf WWW.PERSECUTIO.DE erlitten
hat, ungenannt bleiben.
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FECRIS soll beim Europarat neu beratenden Status erhalten
Medienmitteilung
Am 18. März 2005 hat der "Ständige Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des
Europarats" einstimmig mit Ausnahme einer Stimme den Bericht über den Antrag für den
beratenden Status der Organisation FECRIS beim Europarat gebilligt.
Diese Billigung erfolgte nach drei langen Jahren mit Schwierigkeiten, die in erster Linie durch den
Druck der internationalen Sektenlobby verursacht waren.
Basierend auf der Verteidigung der Menschenrechte und der Rechte der Familie bietet FECRIS an,
insbesondere an der Tätigkeit der Arbeitsgruppen "Menschenrechte" der vom Europarat
anerkannten INGOs (International Non-Governmental Organisations) teilzunehmen.
1994 gegründet, ist FECRIS eine gemeinnützige Vereinigung nach französischem Recht laut
Gesetz von 1901, bestehend als Verband von Vereinigungen zur Hilfe für Opfer schädlicher
sektiererischer Gruppen. Derzeit umfasst sie 44 Vereinigungen in 27 Ländern und bildet so ein
Kommunikations- und Informationsnetz. Diese Vereinigungen handeln in Übereinstimmung mit gemeinsamen
ethischen Grundsätzen, die vor allem durch politische, philosophische und religiöse Neutralität
gekennzeichnet sind.
FECRIS unterhält Beziehungen insbesondere zur MIVILUDES (Mission Interministérielle de Vigilance
et de Lutte contre les Dérives Sectaires) in Frankreich und zu entsprechenden Institutionen in anderen
europäischen Ländern, wie die "C.I.A.O.S.N." (Centre d'Information et d'Avis sur les
Organisations Sectaires Nuisibles) in Belgien und die "Bundesstelle für Sektenfragen" in
Österreich.
Quelle: Gastbeitrag auf kath.ch vom 22.03.2005
Anmerkung: FECRIS
ist ein Akronym für "Fédération Européenne des
Centres de Recherche et d'Information sur le Sectarisme", zu deutsch: "Europäische
Föderation der Zentren für Forschung und Information über das Sektenwesen".
Die Organisation FECRIS hat mit ihrer Mitgliedsorganisation UNADFI ("Nationale Vereinigung der Verbände
zum Schutz der Familie und des Einzelnen") maßgebliche Lobbyarbeit für das Zustandekommen
des sogenannten "About-Picard-Gesetzes" geleistet (Frau Picard steht seit 2004 selbst an der Spitze
von UNADFI). Grundzüge dieses Gesetzes sowie seine Auswirkungen auf das Leben bekennender Christen sind
weiter oben in den Berichten
aus Frankreich beschrieben.
Eine mögliche Zuerkennung des beratenden Status an die FECRIS durch den Europarat ließe in Zukunft
Schlimmeres für bekennende Christen in der EU bzw. in den dem Europarat angeschlossenen Staaten
befürchten. Leider sind sich viele bekennende Christen in der EU noch nicht der Gefahren bewußt,
die ihnen möglicherweise schon bald drohen.
Torsten Narjes, Hamburg
Anmerkung: Die Artikelüberschrift wurde gegenüber dem Original abgeändert, da die
ursprüngliche Überschrift eine bereits erfolgte Verleihung des beratenden Status suggerierte.
Gott sei Dank (!) scheint die aktuelle Entwicklung in eine andere Richtung zu gehen
( "Aktuelles").
Torsten Narjes, Hamburg
Europäische Anti-"Sekten"-Organisation FECRIS: Probleme mit Demokratie und Menschenrechten
Nach Anhörung in Straßburg NGO-Beratungsstatus im Europarat in Frage gestellt
Straßburg/Wien (OTS) - FECRIS (Europäische Föderation der
Zentren für Forschung und Information bezüglich des Sektenwesens),
eine Dachorganisation von Anti-Sekten-Vereinen, macht negative
Schlagzeilen: Betroffene berichteten am Montag (27.06.2005) in einer
öffentlichen Anhörung über zahlreiche Menschenrechtsverletzungen
durch FECRIS. Das Hearing wurde vom European Law Centre (ELC), einer
Menschenrechtsorganisation aus Bulgarien, organisiert. Auch zwei
französische Menschenrechtsorganisationen CAP and AVIDEM nahmen
teil.
FECRIS hat sich schon seit Jahren um einen speziellen NGO-Status im
Europarat beworben, sagt Atanas Krussteff, Präsident von ELC.
"Dieser Beratungsstatus würde die Mitglieder der Gruppierung als
Spezialisten auf dem Gebiet neuer religiöser Bewegungen oder "Sekten"
auszeichnen. Das Image des Europarats als Bewahrer liberaler
demokratischer Werte wäre dadurch gefährdet. Diese besorgniserregende
Entwicklung bedroht die Religionsfreiheit im neuen Europa."
Zeugnisse der Betroffenen rangierten von Einkerkerung
Unschuldiger, falscher Anklagen, Rufmord und Kriminalisierung bis
hin zum Kidnapping.
Schweden: Durch ein "Gutachten" der FECRIS Gruppe FRI wurde das
Mitglied einer christlichen Gruppe mit "religiöser Verwirrung"
diagnostiziert und unschuldig 60 Tage lang in eine Psychiatrie
eingesperrt. Das Drama endete erst, als ein unabhängiger Arzt den
Betroffenen als völlig normal diagnostizierte.
[...]
Quelle: APA OTS Originaltext-Service vom 29.06.2005
Religionsfreiheit: Diskriminierung von Christen in Europa
ERF Radio strahlt Ansprache von Pfarrer Paul Murdoch am 26./27. April 2007 aus
Christen werden in Europa zunehmend diskriminiert. Darauf weist der Vorsitzende des Arbeitskreises für
Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz, Pfarrer Paul Murdoch (Sachsenheim bei Ludwigsburg), hin.
In einer Sendung des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar vertritt Murdoch die Ansicht, dass es für Christen
im größer werdenden Europa schwieriger werden wird, öffentlich ihren Glauben zu bezeugen. Unter dem
Titel "Religionsfreiheit ade - Diskriminierung von Christen in Europa" strahlt ERF Radio die öffentlich
gehaltene Ansprache von Murdoch aus: Teil 1 am Donnerstag, 26. April um 21.00 Uhr (Wh. am Freitag, 27. April um 10.00
Uhr), Teil 2 am Freitag, 27. April um 21.00 Uhr (Wh. am Samstag, 28. April um 10.00 Uhr).
"Wir glauben vorschnell, die Diskriminierung von Christen sei heutzutage eine rein außereuropäische
Sache", so Murdoch. Seit vielen Jahren beobachtet er den Status der europäischen Christen in Gesellschaft und
Politik. Dass Gott keinen Eingang in die europäische Verfassung gefunden hat, sei nur ein Indiz für die
zunehmende Entfremdung der europäischen Bevölkerung von ihren religiösen Wurzeln und die Relativierung
christlicher Normen und Werte.
Ein prominentes Diskriminierungs-Opfer ist für Murdoch der italienische Europaparlamentarier Rocco Buttiglione.
Er sollte im November 2004 den Posten eines Vizepräsidenten der Europäischen Kommission übernehmen,
außerdem sollte er Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit werden. Seine Aussagen über
Homosexualität und die Rolle der Frau wurden dem katholischen Christen zum Verhängnis. Unter dem Druck der
Medien und später seiner eigenen Partei musste er zurücktreten.
In Belgien wird der
Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) vom Geheimdienst beobachtet. US-amerikanische
Jugendliche wurden kurzerhand von belgischen Behörden wegen einer Straßenevangelisation abgeschoben. Auch im
Kernland der Reformation, in Deutschland, werde es für Christen seiner Ansicht nach zunehmend schwieriger.
In manchen Bundesländern ist das öffentliche Bekenntnis zu seinem Glauben (auch dem christlichen) in
öffentlichen Räumen wie Schulen und Ämtern mittlerweile verboten.
In Frankreich ist
die Situation laut Murdoch inzwischen dramatisch. Evangelisation kann hier als
"Gehirnwäsche" und "psychologische Druckausübung" gerichtlich verfolgt werden. Dass
kleinere christliche Gemeinschaften als "Sekten" eingestuft und damit gesellschaftlich ausgegrenzt werden, kenne
man auch in Österreich.
Die Unbedachtheit mancher Medien, gewaltbereite Moslems und evangelikale Christen zusammen in einen
"fundamentalistischen" Topf zu werfen, erweise überzeugten Christen einen Bärendienst. Fehlinformationen
und Halbwahrheiten über ihren Glauben und ihre Aktivitäten seien in der Zwischenzeit an der Tagesordnung,
wie das Beispiel des TV-Kultursenders ARTE zeige, der das Thematisieren des biblischen Schöpfungsberichtes im Unterricht
anprangerte. Dass Christen generell eine evolutionistische Sicht der Welt und des Universums ablehnen, mache sie
zusätzlich in höchstem Maße verdächtig, wenn nicht gar lächerlich.
Murdochs Fazit: Die Christen in Europa würden zwar nicht aktiv verfolgt, aber zunehmend diskriminiert. Und Besserung
sei nicht in Sicht.
Quelle: glaube24.de, christliches Internetportal von CINA und
ERF, 20.03.2007
Autor: Lothar Rühl, Hervorhebungen von Torsten Narjes
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